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Workshop: Webdesign & Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Woran muss ich denken, wenn ich mir eine Website erstellen möchte?

Außerdem… Heute erstellen wir die Struktur für deine Angebotsseite.

Du denkst dir: "Ich brauche endlich eine Website!"

Bevor du mit deiner Website startest, stelle dir einige wichtige Fragen:

Habe ich schon einen Plan?

Dein Website-Projekt besteht immer aus 2 Teilen:

    1. Das Konzept
    2. Die technische Umsetzung

Beides braucht Zeit, die du auf jeden Fall einplanen solltest.

Will ich meine Website selbst erstellen und pflegen oder möchte ich Teile davon abgeben?

    • Bist du technikaffin und hast Lust, dich in ein System wie WordPress einzuarbeiten?
    • Wieviel Zeit hast du für deine Website zur Verfügung?
    • Möchtest du die Zeit lieber in die Konzeption stecken und die Umsetzung jemand anderem überlassen.

Wer erstellt mein Logo, meine Designs, Fotos, Grafiken und Texte?

    • Du erstellst alles selber.
      Denke daran, dass auch Fotos für Webseiten hochwertig und hochauflösend sein müssen, damit sie einen guten Eindruck hinterlassen.
    • Du arbeitest mit externen Personen zusammen (Fotograf:innen, Grafikdesiger:innen, Texter:innen usw.

Ziel & Zielgruppe

WAS willst du mit deiner Website erreichen?

Es ist wichtig, dass dir klar ist, was du erreichen willst und kannst. Schreibe dir deine Ziele auf und ordne sie nach Wichtigkeit.

    • Kontaktanfragen erhalten
    • Termin-Buchungen bekommen.
    • Newsletter-Anmeldungen
    • Dienstleistungen / Produkte verkaufen
    • Wissen teilen
    • usw.

Nach diesem Ziel richten sich die Struktur und die Gestaltung deiner gesamten Website.

WEN willst du mit deiner Website erreichen?

Stelle dir folgende Fragen:

    • Wer sind deine Kund:innen?
    • Willst bzw. kannst du alle potentiellen Kund:innen eine Website erreichen?
    • Welchen Nutzen haben deine Seitenbesucher:innen?
    • Welche Erfahrungen sollen sie auf der Website machen?

AUFGABE

Notiere dir dein Ziel.

Nimm dir maximal 2 Ziele auf einmal für deine Website vor. Ansonsten verzettelst du dich leicht. Wenn du mehr Ziele hast, liste sie auf und priorisiere sie. Dann kannst du sie Stück für Stück abarbeiten.

Dein Angebot

Beschreibe den Mehrwert deines Angebots

Überlege genau, welche Produkte oder Dienstleistungen du anbietest. Das ist die Grundlage deiner Angebotsseite. Diese Informationen sollen die Seitenbesucher dazu bringen, sich genau zu informieren, immer weiterzulesen und dann auf „Kaufen“ zu klicken.

Formuliere ganz klar:

 

  • Was sind die genauen Inhalte oder Eigenschaften?
  • Wie lange dauert eine Beratung?
  • Welche Materialeigenschaften hat ein Produkt?
  • Wie läuft der Verkaufsprozess ab?
  • Was sind die Vor- und Nachteile?

AUFGABE

Notiert euch den Mehrwert eures Angebots.
Wenn ihr mehrere Angebote habt, sucht euch euer Lieblingsangebot raus.

Wir brauchen die Infos gleich noch.

Struktur

Übersicht über die wichtigsten Seiten einer Website

Jede Unterseite hat ein Ziel und bietet jeweils andere Informationen:

Art der Seite Ziel der Seite
Startseite Schaufenster oder Verteilerseite
Über mich (uns) Stellt dich vor, damit deine Kunden vertrauen aufbauen können
Angebots- oder Verkaufsseite Kundengewinnen, Transparenz bieten
Blog Traffic generieren, Wissen teilen, Google-Rankings verbessern
Kontakt Kontaktmöglichkeit bieten
Datenschutz & Impressum Gesetzlich vorgeschrieben

 

Tipp: Onepager vs. mehrseite Website:

Es muss nicht gleich die umfangreiche Website sein. Für den Start reicht oft auch eine kleine Übersichtsseite, die sich zusammen mit dir entwickelt und wächst?

 

Eine durchdachte Struktur ist wichtig, damit deine Seitenbesucher sich zurecht finden. Überlege dir deshalb ganu, welche Art von Informationen deine Leser brauchen, um sich für dein Angebot entscheiden zu können.

    • Übersicht über dein Angebot.
    • Erklärung, wie man an mein Angebot kommt (Anfrage, Bestellung)
    • Kontaktmöglichkeit
    • Beschreibung deiner Philosophie und deiner Werte ist.
    • Kann jemand bezeugen, dass dein Angebot hilfreich ist (Kundenstimmen)?
    • usw.

Der Aufbau einzelner Seiten

Eine durchdachte Struktur ist wichtig, damit deine Seitenbesucher sich zurecht finden. Überlege dir deshalb ganu, welche Art von Informationen deine Leser brauchen, um sich für dein Angebot entscheiden zu können.

 

    • Übersicht über dein Angebot und welche Probleme/Herausforderungen es löst.
    • Beschreibe dein Alleinstellungsmerkmal.
    • Erkläre genau, was der Nutzen deines Angebots ist.
    • Beschreibe, wie man an dein Angebot kommt (Anfrage, Bestellung)
    • Kontaktmöglichkeit
    • Beschreibung deiner Philosophie und deiner Werte ist.
    • Kann jemand bezeugen, dass dein Angebot hilfreich ist (Kundenstimmen)?
    • Motiviere durch eine Handlungsaufforderung
    • usw.

Funktionen: Was soll deine Website können?

    • Kontaktformular
    • Bildergalerien
    • Video
    • Slider mit welchselnden Inhalten
    • Newsletter-Anmeldung
    • Veranstaltungskalender
    • Terminbuchungsfunktionen
    • Shop
    • usw.

Die Kundenreise (Customer Journey)

Einige Websitenbesucher kennen dich schon. Andere sind das erste Mal da. Während sich einige erst einmal nur „umschauen“ und verstehen wollen, was du anbietest, wollen andere direkt buchen.

 

    • Wie sieht die Kundenreise deiner Zielgruppe aus?
    • Was sucht sie? Was braucht sie, um einen Kaufentscheidung zu treffen?
    • Welche Informationen bietest du einem Interessenten, der/die zum ersten Mal kommt?
    • Was bietest du Besuchern, die direkt bestellen wollen?

AUFGABE

  • Welche Seiten bzw. Inhalte benötigst du unbedingt?
  • Welche Funktionen wären hilfreich, damit Seitenbesucher schnell mit dir in Verbindung treten oder buchen können?

Design

ACHTUNG! Hier besteht großes Potential viele Stunden zu „verschwenden“ 

Logo

Hast du schon ein Logo? Wenn ja: Super.

Wenn nein, mach dir keinen Stress. Überlege dir, ob du überhaupt ein Logo brauchst? Oder reicht ein einfacher Schriftzug mit meinem Namen?

Du hättest gerne einen Schriftzug mit einem Icon: 

    • Überlege, welches Icon zu dir und/oder zu deinem Angebot passt. Im besten Fall zu beidem.
    • Mit welcher Art Icon kannst du dich identifizieren?
    • Soll das Icon eine Farbe bekommen?

Mach dir kein Stress mit dem Logo. Das entsteht auch mit der Zeit.

Farben

Überlege dir, mit welchen Farben du dich oder dein Angebot identifizieren kannst.

  • Wähle 1 Hauptfarbe
  • Wähle 1-2 Nebenfarben
  • Wähle 1 dezente Farbe für den Hintergrund

Du brauchst Farben für Überschriften, Fließtext, Buttons, Links, Hintergründe.

Farben richtig einsetzen.
So lieber nicht!

Schriften

Suche dir maximal 2 Schriften (Fonts) aus.

Du kannst auch eine Schrift nehmen und mit unterschiedlichen Schriftschnitten (hell, regulär, semibold, black) und das mit kursiv oder VERSALIEN kombinieren.

Tipps: Suche eine Schrift nach Eigenschaften.

Es gibt einige Fontseiten, die das anbieten oder frag ChatGPT mit folgendem Prompt:

„Ich baue gerade eine Website und suche passende Schriftarten. Bitte schlage mir 3–5 Schriftarten vor, die zu meinem Angebot passen.
Hier sind die wichtigsten Infos:

  • Meine Zielgruppe: [Zielgruppe einfügen]
  • Branche/Angebot: [Angebot einfügen]
  • Wirkung, die ich erzielen möchte (z. B. modern, vertrauenswürdig, kreativ): [Wirkung einfügen]
  • Schriftarten-Vorlieben (falls vorhanden): [z. B. serifenlos, elegant, geometrisch]

Bitte nenne die Schriften, beschreibe ihre Wirkung in einem Satz und erkläre kurz, warum sie zu meinem Angebot passen.“

Freundlich, leicht zugänglich, emotional, beschäftigt
Ruhig, anmutig, künstlerisch, elegant
Rustikal, weise, anspruchsvoll, leidenschaftlich
Dramatisch, entscheidungsfreudig, extrem, kunstvoll, kantig

AUFGABE

Suche dir deine Farben aus.

  • Welche Farben verwendest du für deine Logo?
  • Welche Farben haben deine Hintergründe, Buttons und Links?

Verwende die Vorlage.

Inhalte

Texte

Texte sind das Wichtigste an deiner Website. Sie beschreiben dich und dein Angebot. Sie beantworten die Fragen deiner Kund:innen. Sie schaffen einen Mehrwert für deine Leser.

Und… auch wenn viele gerne Videos schauen… Texte sind die Basis für dein SEO. Ohne suchmaschinenoptimierte Texte wirst du weder von Google noch von KI’s gefunden.

Bevor du dich an dein Websiteprojekt setzt, überlege dir, wer diese Texte erstellen wird?

    • Du schreibst selber.
    • Du hast eine Texterin/einen Texter
    • Deine Webdesignerin unterstützt dich beim Texten.
    • usw.

Wenn du selbst schreibst, denke daran:

Schreibe klar und präsize. Eine Website ist kein Buch.
Inhalte werden häufig nur gescannt, nicht gelesen.
Besucher sind ungeduldig. Stelle das Wichtigste an den Anfang.
Schreibe nur über relevante Themen.
Denke an SEO.

Don’t Do

„Aufgrund der Tatsache, dass die meisten Benutzer dazu neigen, visuelle Inhalte gegenüber textbasierten Inhalten zu bevorzugen, sollte man darauf achten, dass die Webseite eine Vielzahl an Bildern und Videos enthält.“

„Die meisten Internetnutzer lieben visuelle Inhalte. Verwende deshalb auf deiner Webseite viele Bilder und Videos.“

 

Ganz wichtig: Kein Marketing-Gelaber!!!

Bilder

Bilder ziehen Besucher in deine Seite hinein und bauen Emotionen auf. Aber nicht jede Seite braucht Bilder? Es gibt auch andere Eyecatcher.

Aber du brauchst etwas, um die Besucher auf deiner Seite zu halten. Außer dein Text so fesselnd, das du keine Bilder brauchst.

    • Bilder sollen so authentisch wie möglich sein.
    • Verwende am besten eigene.
    • Wenn du keine eignen hast, nutze Stockfotos. Aber suche dir nicht so naheliegende Motive, die jeder hat.

Tipp: Canva schlägt auch zu bestimmen Farben Bilder vor.

Außerdem kannst du viele Bilder auch zusätzlich deinen eigenen Farben anpassen – dann sind sie ein wenig individueller.

Tonalität

Überlege dir, wie sprichst deine Kund:innen ansprechen möchtest. Wie sollen deine Texte klingen?

  • Du oder Sie.
  • Locker oder seriös.
  • Herzlich oder neutral.
  • Verwendest du eine bestimmte „Fachsprache“, Floskeln usw. die in deiner Branche gesprochen werden?
  • Hast du eigene „Branded Words“?

 

AUFGABE

Nutze die Vorlage. Trage deine Text ein. Stichworte reichen für den ersten Entwurf.

Wenn du die Texte erstellt hast, verwende die Farben, die du dir ausgesucht hast. Markiere Textelemente. Erstelle farbige Links und CTA-Buttons.

Suchmaschinenoptimierung

SEO in einem Bild

Keywords

Die Basis, um im Internet gefunden zu werden sind Keywords. Sie sind die Brücke zwischen einer Suchanfrage bei Google (auch bei ChatGPT) und deiner Seite.

  • Mache eine Keyword-Recherche.
  • Finde heraus, was deine Zielgruppe wirklich sucht.
  • Verwende diese Keywords in der Überschrift und im Text auf deinen Seiten.

Wichtig: Wenn du im Internet (oder bei ChatGPT) gefunden werden willst, darfst du diesen Schritt auf keinen Fall auslassen.

Lokale SEO

Wenn du deine Produkt oder deine Dienstleistung lokal (also in deiner Region) verkaufst oder ein Ladengeschäft hast, möchtest du in deiner Stadt gefunden werden.

Überlege dir, über welche lokalen Kanäle und Netzwerke du in deiner Region gefunden werden kannst.

Ladezeiten

Niemand hat Lust, nach einer Suchanfrage lange auf ein Ergebnis zu warten. Deshalb achte auf kleine Bilder und gutes technisches SEO.

Verlinkungen

Verlinkungen sind die Basis für gute Sichtbarkeit. Verlinke nicht nur deine Webseiten innerhalb gut miteinander. Linke dich mit anderen.  

Domain & Hosting

Entscheide dich für eine Domain und ein Webhosting.

Domain: Die Adresse deiner Website im Internet, beispielsweise www.svenjaboedecker.de/blog.
Webhosting: Das Unternehmen, das dir Speicherplatz für deine Website zur Verfügung stellt.

Meine Empfehlung ist All-Inkl. Mit deutschem Support und einem gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Vielleicht brauchst du aber etwas anderes oder ein besonderer Tarif passt besser zu dir. Du musst das nicht alleine entscheiden. Wir helfen dir bei der Auswahl.

Sicherheit & Rechtliches

Impressum & Datenschutz

Jede Website – egal, wie klein sie ist – braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Es gibt viele Generatoren. Aber frage am besten immer noch einmal einen Anwalt, wenn du dir unsicher bist.

Cookie Banner

Nicht jede Website braucht einen Cookie Banner.

Aber immer wenn eine Verbindung zu Anwendungen in Drittländern aufgebaut wird, brauchst du einen Cookie Banner. Das passiert beispielsweise bei Google Maps oder Google Analytics. Aber auch bei vielen Plugins, die dich bei Kontaktformularen, Newsletter-Anmeldungen usw. unterstützen.

 

usw.

  • SSL-Zertifikat
  • Spam-Schutz
  • Regelmäßige Backups
  • usw.

Tool Empfehlungen

WordPress

Über 40% aller Webseiten sind mit WordPress erstellt (Stand 2025).
Es ist flexibel und für viele Zwecke erweiterbar. Und vor allem es kostet nichts im Gegensatz zu Baukästen wie WIX, Squarespace usw.

Es gibt jede Menge kostenlose (und kostenpflichtige) Vorlagen und Erweiterungen, Anleitungen, Tutorials.

Meine absolute Empfehlung!

Canva

Canva kennt vermutlich jeder. Es ist eine tolle (kostenlose bzw. preiswerte) Alternative zu den Adobe-Produkten.

Visuell ansprechende Inhalte verbessern die Nutzererfahrung und unterstützen deine SEO-Aktivitäten indirekt. Canva bietet dir jede Menge Funktionalitäten und Vorlagen, um deine Inhalte zu mit Bildern und Grafiken zu verbessern.

Answer the Public

Du gibst dein Keyword in das Suchfeld ein und erhältst Fragen und Themenideen. Daraus kannst du Blog-Beiträge, FAQ-Seiten oder anderen Content erstellen. Answer the Public hilft dir außerdem, Long-Tail- Keywords zu finden, die weniger umkämpft und dennoch relevant sind.

Google Search Console

Unverzichtbar für deine Analysen. Die Search Console zeigt dir, wie Google deine Seite sieht. Du kannst sehen, für welchen Suchbegriff deine Seite rankt, wie oft darauf geklickt wurde und welche Seiten die beste Leistung bringen.

Das Tool informiert dich, wenn technische Probleme auf deiner Webseite auftreten und gibt Hinweise, wie du sie lösen kannst. Das ist ziemlich hilfreich. Das perfekte Tool, um deine SEO-Leistung im Blick zu haben und zu verbessern.

ChatGPT

KI-Tools wie ChatGPT, Claude, Perplexity usw. helfen dir Inhalte für Website zu erstellen. Du kannst dir eine Struktur erstellen lassen auf Basis deiner Positionierung erstellen und dir Textvorschläge schreiben lassen.

Aber Vorsicht: Hinterfrage immer die Ergebnisse der KI. Es klingt auf den ersten Blick toll. Aber ein geübter KI-Leser kennt schnell, ob die Texte selbst erstellt sind oder KI-generiert. Und Google erkennt das sowieso und rankt deine Seite ggf. nicht so gut.